Positiv ent-täuscht

Positiv ent-täuscht

Im allgemeinen Sprachgebrauch steht das Wort „Enttäuschung“ für nichts Gutes, für etwas, dass wir uns möglichst ersparen wollen. Klar ist, dass wir uns nicht gerne täuschen wollen, in jemandem oder in etwas. Doch nach einer Ent-täuscht ist unsere Täuschung zu Ende und somit hat sie doch etwas Gutes..
 
Eine Enttäuschung schafft also mehrfach Klarheit: Sie zeigt uns zum einen an, dass wir uns bisher getäuscht haben und zum anderen beendet sie gleichzeitig diesen Zustand der Täuschung, den wir ja garnicht wollen.

 

Enttäuschungen: Schlechter als erwartet

Von Enttäuschung reden wir nur dann, wenn die Dinge nach unserer Meinung schlechter laufen als erwartet. Aber habe wir uns nicht genauso getäuscht, wenn Dinge besser laufen als wir dachten? Diese „positiven Enttäuschungen“ nehmen wir oft kaum wahr, sie fallen uns wenig auf, verhelfen uns im besten Falle nur zu einer kurzen Freude.

 

Dabei liegt gerade auch für Liebesbeziehungen in diesen „positiven Enttäuschungen“, die wir dem üblichen Sprachgebrauch folgend besser positive Überraschungen nennen, ein großer Schatz! Wenn wir nämlich üben unsere Wahrnehmung auch dahin auszurichten, wo wir von unserem Partner mehr als erwartet bekommen, erfahren wir Freude und Zufriedenheit. Diese Plus an Freude und Zufriedenheit wird wiederum unser Partner als positive „Ent-täuschung“, oder besser Überraschung, wahrnehmen (wenn er sich ebenfalls darauf hin ausrichtet) und so kann eine positive Wendung insgesammt in Gange kommen.
 

Verstärken Sie die Kraft der „positiven Enttäuschungen“

Verstärken können Sie diesen Effekt natürlich noch dadurch, dass Sie Ihrem Partner / Partnerin diese „positive Enttäuschung“ mittteilen, vielleicht so: „Es hat mich wirklich gefreut, dass Du von selbst an XY gedacht hast. ich hätte gedacht, ich müsste Dich vielleicht noch mal erinnern“

 

Freilich braucht es zu all dem eine gewisse Übung, denn viele Menschen sind sehr stark geprägt, immer auf etwaige Enttäuschungen zu achten, und es dauert eine Zeit, bis sich das „Radar“ stattdessen umstellt auf das Erkennen von kleinen positiven Überraschungen. Sollte diese Umstellung bei Ihnen oder Ihrem Partner also nicht sofort klappt, sein Sie nicht enttäuscht.

 


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